Alzheimer
Eine andere Welt?

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Blaue und graue Tage
Interviews
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Neue Ausstellung:
Was gut für mich ist
 

     „Dass mit Elisabeth etwas nicht stimmt wurde klar, als sie während eines Urlaubs nach dem Spaziergang an der großen Hotelanlage einfach vorbeigelaufen ist. Beim Arzt war sie dann nicht im Stande eine Uhr mit den Zeigern auf ‚10 nach 11’ zu zeichnen. Die Diagnose ‚Alzheimer’ hat sie damals erschüttert; sie hat geweint.

     Inzwischen weiß sie nicht mehr was ‚Alzheimer’ ist. Manchmal tippt sie sich schmunzelnd an die Stirn und sagt: ‚Alles vergessen!’ Für Häkeln und Stricken ist sie zu unruhig, Fernsehen scheint sie zu langweilen, und bei Hausarbeiten macht sie nicht mit. ‚Ich habe damals bei Krupp genug gearbeitet’ sagt sie zur Entschuldigung. Ja, seit ihrem 13. Lebensjahr war sie bei der Firma.

     Lediglich das Spazieren bereitet ihr große Freude. Leider wird sie zunehmend durch Gleichgewichtsstörungen beeinträchtigt. Auch auf einer ebenen Fläche driftet sie nach rechts ab, neigt sich beim Gehen stark nach vorne und wird immer schneller. Ohne Unterstützung würde sie ständig stürzen und ich kann sie deshalb nicht alleine lassen.